Am Europaplatz soll an der Ecke Freiburgstrasse/Turnierstrasse ein viertes Hochhaus entstehen, neben den drei Hochhäusern, die auf dem ewb-Areal westlich des Autobahnviadukts geplant sind. Heute steht da ein abbruchreifes Wohngebäude, mit einer Grünfläche und einem Volleyball-Feld darum herum (Bild). Am 17. August fand eine Orientierung für die Nachbarschaft statt, es gab dabei Gelegenheit für Fragen, Kritik und Anregungen.
Noch ein langer Weg
Bis das Hochhaus steht, werden noch einige Jahre ins Land gehen. Man steht erst am Anfang. Die Marti Gesamtleistungen AG hat mit der Stadt eine Planungsvereinbarung abgeschlossen und das Projekt völlig neu aufgegleist. Die ursprüngliche Überbauungsordnung von 2008 sah einen massiven fünfstöckigen Bau entlang der Strassen vor. Nun soll ein schlankes Hochhaus entstehen, mit einem angrenzenden kleinen Park.
Voraussetzung dafür war, dass das Unternehmen 2019 auch noch den letzten Teil des Areals, die Liegenschaft Freiburgstrasse 129, erwerben konnte. Das Doppelgebäude ist von zwei Kollektiven besetzt, dem «Café Toujours» und dem Wohnkollektiv 129. Die beiden Gruppen können nun bleiben, bis in einigen Jahren die Bagger auffahren. Entsprechende Verträge wurden abgeschlossen.
Eckwerte für Architektur-Wettbewerb
Als nächsten Schritt will die Bauherrschaft nun einen Projektwettbewerb durchführen. Die Eckwerte dafür wurden wie folgt festgelegt. Das schlanke Hochhaus soll 60 bis 70 Meter hoch werden und Raum für rund 130 Wohnungen bieten. Das Angebot richtet sich weniger an Familien (dafür ist der Ort wenig geeignet), sondern an Einzelpersonen und Paare. Auf den untersten vier Stockwerken ist preisgünstiger Wohnraum vorgesehen, wie das die Bauordnung vorsieht.
Das Hochhaus steht auf einem vierstöckigen Sockel. Drei Stockwerke sollen durch das benachbarte Bildungszentrum für Pflege BZP benutzt werden, auf Strassenebene soll es eine öffentliche Nutzung geben, zum Beispiel mit einem Gastrobetrieb. Und auf der Ostseite des Gebäudes soll ein kleiner Park entstehen. Es gibt Abstellplätze für 450 Velos. Die Anzahl der Parkplätze wird auf maximal 36 beschränkt, die Einstellhalle wird über die bestehende Zufahrt im BZP erschlossen.
Lob für offenes Vorgehen
Aufgrund des Wettbewerbs und Inputs von Nachbarschaft und Quartierorganisationen wird dann die neue Überbauungsordnung erarbeitet. Erste Gelegenheit für Inputs gab es schon an der Veranstaltung vom 17. August und einer Vororientierung für den Vorstand von QM3, der Quartiermitwirkung für den Stadtteil 3. Fragen und Anregungen gab es vor allem zum Gastrobetrieb und zur Gestaltung des Parks, der nicht zu einem unsicheren Winkel werden darf. Seitens QM3 erhielten die Planer auch ein Lob für ihre offene und frühzeitige Information. (acct)
