Planung, Bau & Verkehr
19.08.2011
Die Altlasten im KVA-Areal sind zu gross
(von "Der Bund", mra)
Die Industriegebäude in Holligen können nur unter grossen Risiken saniert werden. Das «Lichtspiel» wird deshalb umziehen. Da kennt auch der Denkmalschutz Grenzen:
Die Industriebauten um die Kehrichtsverbrennungsanlage (KVA) sind zu stark mit Schadstoffen belastet, als dass sie erhalten werden könnten. Das schreibt der Gemeinderat in einer Antwort auf eine dringliche Interpellation von SP/JUSO, die der Stadtrat gestern zur Kenntnis genommen hat. Das Fazit aus über einem Dutzend eingeholten Fachberichten ist eindeutig: Eine Sanierung der Gebäudehülle ist schwierig und riskant. Eine Garantie, dass nach der aufwendigen und teuren Arbeit die Räume bewohnt werden können, gibt es nicht. Damit wird wahrscheinlich, dass die Gebäude abgerissen werden. Laut einer der Expertisen ist in den Mauern mit einem regelrechten «Schadsto.-Cocktail» zu rechnen. Die Belastung mit Schwermetallen, Kohlenwassersto.en, Dioxinen und Quecksilber ist so hoch, dass sie die Gesundheit schädigen können.Die SP/Juso-Fraktion wollte die Gebäude erhalten, damit sie mit einer «innovativen Planung» in eine Neuüberbauung integriert werden könnten. Der Nachweis, dass eine Sanierung nicht machbar sei, sei nach wie vor nicht erbracht, sagte gestern Juso-Stadtrat Halua Pinto de Magalhães auf Anfrage. «Auch ein hohes Risiko bedeutet noch kein defi nitives Nein.» Wenn der Abriss 14 Millionen Franken koste – wie der Gemeinderat grob schätzt – müsse man diese Frage abschliessend klären. «Lichtspiel» zieht aus Mit der Zukunft des KVA-Areals entscheidet sich auch der Verbleib der Kinemathek Lichtspiel an der Bahnstrasse. Weil die Chance, dass das Gebäude erhalten bleibe, verschwindend klein sei, suche das Kino-Archiv mithilfe der Liegenschaftsverwaltung nach einem neuen Standort, sagt Lichtspiel-Direktor David Landolf. Verhandlungen seien im Gange, spruchreif sei der Standortwechsel noch nicht. Ziel des Vereins ist es, das «Lichtspiel» möglichst in gleicher Form fortzuführen: als Nebeneinander von Kino, Ausstellungs- und Arbeitsräumen, wie Landolf sagt. (mra)
10.01.2011
Bauinventar der Aussenquartiere
Die städtische Denkmalpflege hat das Bauinventar der Berner Aussenquartiere im Internet veröffentlicht.Hier ist der Link.
23.12.2010
Das blaue Bähnli der Linie 6 quietscht in den Kurven
Nachdem auch in unserem Quartier Reklamationen wegen des Lärms auf der neuen Linie 6 eingegangen sind, zitieren wir Passagen aus dem "Bund"-Artikel vom 21.12.2010 (Martin Zimmermann)."...... Quietschen noch bis Ende 2011
Das Quietschen in den Kurven hingegen sollte eigentlich schon der Vergangenheit angehören. Ursprünglich hätten die Räder der alten Worber Trams bereits Anfang 2010 mit neuen geräuscharmen Gummikörpern ausgerüstet werden sollen. Vor etwa drei Wochen habe der Hersteller aber plötzlich erklärt, er könne die geforderten Radhüllen doch nicht liefern, sagt Thommen (Mediensprecherin RBS). Deshalb wird ab Januar an einem Tram getestet, ob das Quietschen mit komplett neuen Rädern minimiert werden kann. Der RBS verwendet dafür das gleiche Modell, das bei den Bernmobil-Combinos zum Einsatz kommt. Im Februar 2011 sollen die Ergebnisse dieses Tests vorliegen. Falls das Resultat positiv ausfällt, werden laut Thommen bis spätestens Ende 2011 alle blauen Bähnli mit den neuen Rädern ausgerüstet.
Der Ersatz der Räder würde allerdings mit einer stolzen Million Franken pro Tram zu Buche schlagen. Wäre es da nicht sinnvoller, gleich die ganzen Fahrzeuge zu ersetzen? Die RBS-Sprecherin winkt ab: «Ein neues Tram würde rund zwei bis drei Millionen Franken kosten.» Hinzu komme, dass die alten Trams noch gut in Schuss seien: Die ersten blauen Bähnli sollen frühestens im Jahre 2023 in Rente gehen."
24.10.2010
Dem Loryplatz fehlt das Herzstück
Artikel vom 20.10.2010 im "Bund", Von Marc Schiess.Seit über 560 Tagen steht die ehemalige Migros-Filiale leer. Sie entwickelt sich damit langsam zu einem Politikum. Das Gebäude konnte noch immer nicht verkauft oder vermietet werden.
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Leider hat es der Autor verpasst, die grossen Anstrengungen zu erwähnen, die der Quartierverein Holligen-Fischermätteli und die IG Loryplatz unternommen haben, um den Loryplatz wieder zu beleben.
- Die Bemühungen, die Migros schon vor deren Auszug zum Verbleib am Loryplatz zu bewegen
- Die Bemühungen, die Migros von ihrem Konkurrenzverbot für Nachfolger abzuzbringen
- Die Kontaktnahme mit Stadträten aus dem Quartier (vgl. untenstehende Vorstösse)
- Die Vorschläge an die Stadt, durch geringfügige Massnahmen (Stromanschluss für Aktivitäten aus dem Platz, Kiosk, Sommercafé, Verbindung zum Inselareal und zum Stadtbach) mehr Leben aus den Platz zu bringen
- Die Organisation eines Wochenmarktes
Es ist vorauszusehen, dass der Gemeinderat wenig Lust zeigt, die Anliegen zu unterstützen.
Er ist der Auffassung die Gestaltung einer Tramhaltestelle sei auch die Gestaltung eines Platzes gewesen!
29.04.2010
Europaplatz - Nun kommt Bewegung!
Am Europaplatz im Westen von Bern entsteht eine Überbauung mit Hotel, Restaurant, Wohnungen, Büros und einem Supermarkt. Gleichzeitig werden Räume für fünf Gruppen grosser Weltreligionen geschaffen: Das "Haus der Religionen".Treibende Kraft ist die Zürcher Firma Halter Entwicklungen, die das Projekt "Europaplatz – Begegnen und Bewegen" am 29. April vorgestellt hat.
Die Gesamtkosten werden mit ca. 80 Mio Franken angegeben, das Haus der Religionen davon ca. 10 Mio.
Der Baubeginn ist für den Frühling 2011 geplant und das neue Zentrum wird voraussichtlich im Herbst 2013 eröffnet.
Interessant ist an dem Vorhaben, dass 7 ganz unterschiedliche Nutzungen in einem Bau untergebracht sind. Die Architekten haben es verstanden, diese "Module" durch speziell gestaltete Teilvolumen und Fassaden von aussen sichtbar zu machen. Trotzdem wird der Bau als Ganzes wahrgenommen, ein imposantes, weithin sichtbares Gebäude.
Für das Quartier ist der Bau sicher ein Gewinn. Er wird den "Unort" Europaplatz, der ja einfach eine Verkehrsfläche ist, enorm aufwerten. Zusammen mit dem DEZA-Gebäude wird er den Ort zu einem Platz machen. Zusätzlich werden die publikumsorientierten Nutzungen zur Belebung beitragen.
Es ist aber auch zu hoffen, dass der neue attraktive Ort nicht das Ladensterben in den nahegelegenen Quartieren fördern wird.
Bilder: Bild 1, Bild 2, Bild 3, Bild 4, Bild 5, Bild 6
Weitere Infos
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